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Pressemeldungen St. Pölten

Universitätsklinikum St. Pölten: Neuer Leiter des Klinischen Instituts für Laboratoriumsmedizin

ST. PÖLTEN - Mit 1. Februar 2019 wurde Prim. Assoc. Prof. Univ.-Doz. Dr. Martin Willheim zum Leiter des Klinischen Instituts für Laboratoriumsmedizin am Universitätsklinikum St. Pölten bestellt.

Der gebürtige Oberösterreicher war bereits während des Studiums als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Pathophysiologie der Universität Wien tätig, wo er später auch die entsprechende Facharztausbildung absolvierte und nach der Habilitation 2001 lehrte. Die Facharztausbildung für Labormedizin schloss er 2005 am Klinischen Institut für Labormedizin der Medizinischen Universität Wien ab.

In den sehr bereichernden Jahren in Forschung und Lehre gingen aus einer Vielzahl an Kooperationen auch neue Organisationsformen hervor, wie die von Prim. Willheim begründete zentrale Einrichtung für Durchflusszytometrie (Core Facility Flow Cytometry) an der Medizinischen Universität Wien. Hochtechnisierte Verfahren dienen hier zur Erkennung, Isolierung und detaillierten Untersuchung von einzelnen Krebszellen, aber auch von Zellen der immunologischen Abwehr. Prim. Willheim war und ist als Lehrender an der Universität und an verschiedenen Fachhochschulen tätig. Als Gründungsmitglied und langjähriger Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Zytometrie konnte er auch die Weiterbildung von Ärzten und medizintechnischem Personal vorantreiben. Unter anderem seine fachliche Spezialisierung führte ihn 2008 in das Wilhelminenspital, wo er zehn Jahre als 1. Oberarzt in einem thematisch breit aufgestellten Zentrallabor mit Blutbank umfangreiche Veränderungen und Erweiterungen begleitete.

„Bereits als Medizinstudent faszinierten mich die rasant an Bedeutung gewinnenden Bereiche Genetik und Immunologie. Heute wissen wir nicht nur unvergleichlich mehr über die Gene des Menschen und das immunologische Abwehrsystem, genetische und immunologische Untersuchungsmethoden sind auch aus der modernen Diagnostik nicht mehr wegzudenken. In der Pathophysiologie beschäftigte ich mich fächerübergreifend mit der Erforschung der Mechanismen krankhafter Prozesse. Die wissenschaftliche Grundlagenforschung mit ausgefeilten Techniken weckte mein Interesse an Möglichkeiten, solche Labormethoden auch unmittelbar für den einzelnen Patienten zu nutzen. Wer weiß, wie Erkrankungen chemisch, genetisch, zellulär und immunologisch ablaufen, kann Diagnosen und Therapieoptionen bestmöglich herausarbeiten. Das Klinische Institut für Laboratoriumsmedizin ist nach seiner Übersiedlung 2018 in das neue Haus des Universitätsklinikums St. Pölten sowohl vom Leistungsspektrum als auch von  der technischen Ausstattung auf  dem neuesten Stand der medizinischen Wissenschaft. Die gelungene Inbetriebnahme zeigt, dass hier ein hochprofessionelles leistungsfähiges Team am Werk ist. In den nächsten Jahren werden wir, teilweise gemeinsam mit anderen Abteilungen, durch die Etablierung neuester molekulargenetischer und immunologischer Untersuchungsverfahren der unaufhörlich fortschreitenden wissenschaftlichen Entwicklung in der Medizin Rechnung tragen. Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe“, so Prim. Assoc. Prof. Univ.-Doz. Dr. Martin Willheim.

 

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Prim.  Assoc.  Prof.  Univ.-Doz.  Dr.  Martin  Willheim,  Leiter  des  Klinischen  Instituts  für Laboratoriumsmedizin am Universitätsklinikum St. Pölten


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DI (FH) Thomas Wallner MA
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