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Pressemeldungen St. Pölten

Universitätsklinikum St. Pölten: Internationaler Tag der Händehygiene 2017

ST. PÖLTEN – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den 5. Mai zum internationalen Tag der Händehygiene ausgerufen. Seit dem Jahr 2009 soll dieser Tag alljährlich die Aufmerksamkeit des medizinischen und pflegerischen Personals auf die Händehygiene lenken, mit dem Ziel, diese weltweit zu verbessern. Bereits einen Tag zuvor wird am Universitätsklinikum St. Pölten mit einem Infostand allen Mitarbeitern, Patienten und Besuchern das Thema Händehygiene näher gebracht. Interessierte können eine Händedesinfektion selbst durchführen und anschließend in der sogenannten Didaktobox mittels UV-Licht die Genauigkeit der Durchführung überprüfen.

Die Hände sind der Hauptübertragungsweg von Infektionserregern in Gesundheitseinrichtungen, daher ist die sorgfältig durchgeführte Händehygiene die wichtigste Maßnahme, um Krankenhausinfektionen und die Ausbreitung antibiotikaresistenter Bakterien effektiv zu vermeiden.

Die Händehygiene beruht auf unterschiedlichen Wirkprinzipien, die durch das Tragen von Schutzhandschuhen nicht ersetzt werden kann. Dazu gehören die Händewaschung, die Händedesinfektion und auch die Pflege der Hände, da gesunde und intakte Haut eine Voraussetzung für eine wirksame Händehygiene ist.
Das Händewaschen mit Seife dient zur mechanischen Reinigung der Hände von sichtbaren Verschmutzungen. Die Reduktion von mikrobiellen Kontaminationen ist vergleichsweise gering, außerhalb medizinischer und pflegerischer Bereiche jedoch normalerweise als ausreichend anzusehen. Zu häufiges Händewaschen kann zu Hautschädigungen führen.

Unter der hygienischen Händedesinfektion versteht man ein Verfahren zur Verringerung der Zahl von Krankheitserregern auf den Händen mit Hilfe von Händedesinfektionsmitteln. Dadurch kann eine Übertragung von Krankheitserregern von einem Patienten auf einen anderen vermieden werden und so vor Infektionen schützen. Dies ist gerade in Gesundheitseinrichtungen von hoher Wichtigkeit, da erkrankte oder pflegebedürftige Menschen in höherem Maße anfällig sind für Infektionen als gesunde. Die Händedesinfektion ist in diesem Zusammenhang daher als die wichtigste Einzelmaßnahme zur Prävention von im Krankenhaus erworbenen Infektionen anzusehen und ist beim Umgang mit Patienten der Händewaschung vorzuziehen. Bei regelmäßiger Anwendung ist die Händedesinfektion besser hautverträglich als die Händewaschung, da in Händedesinfektionsmitteln rückfettende Substanzen enthalten sind und keine Hautfette abgespült werden.

Laut WHO gibt es fünf Indikationen zur Händedesinfektion für medizinisches Personal:
1. Vor direktem Patientenkontakt
2. Vor aseptischen Tätigkeiten
3. Nach Kontakt mit potentiell infektiösem Materialien
4. Nach direktem Patientenkontakt
5. Nach Kontakt mit der unmittelbaren Patientenumgebung

Der Tag der Händehygiene bietet die Möglichkeit, den persönlichen und institutionellen Umgang mit der Händehygiene zu überdenken. Aus diesem Anlass wird bereits am 4. Mai 2017 im Eingangsbereich des Universitätsklinikums St. Pölten, auf Initiative des Hygieneteams des Klinischen Instituts für Hygiene und Mikrobiologie, ein Stand für Interessierte betrieben, bei dem sich alles um das Thema Händehygiene dreht.

 

Bildtext
v.l.n.r.: HFK Alexandra Jojart-Sautner, OÄ Dr. Jutta Berger, OÄ Dr. Ildiko-Julia Pap, OA DDr. Ulrich Sagel MSc, Prim. Assoc. Prof. Dr. Christoph Aspöck, Leiter des Klinischen Instituts für Hygiene und Mikrobiologie, OÄ Dr. Barbara Ströbele, HFK Andrea Anderl,  HFK Karin Sommer, HFK Rosi Gurschl, nicht im Bild: Ass. Dr. Peter Starzengruber


Medienkontakt
DI (FH) Thomas Wallner MA
Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum St. Pölten
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