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Pressemeldungen St. Pölten

Universitätsklinikum St. Pölten: Treffpunkt Gesundheit: Polyneuropathie – was bedeutet das, was kann ich tun?

ST. PÖLTEN – Im Rahmen der Vortragsreihe „Treffpunkt Gesundheit“ referierte OA Dr. Raoul Eckhardt im Universitätsklinikum St. Pölten über Polyneuropathie und deren Bedeutung. Durch den Vortrag konnte ein Überblick über die Symptome und Therapiemaßnahmen gegeben werden.

Bei einer Polyneuropathie handelt es sich um eine Erkrankung des peripheren Nervensystems, bei der die Reizweiterleitung gestört ist. Periphere Nerven liegen außerhalb des Rückenmarks und des Gehirns und durchziehen den gesamten Körper. Als Ursachen der Schädigung stehen vor allem Diabetes mellitus und übermäßiger Alkoholkonsum im Vordergrund, aber auch Autoimmunreaktionen oder Tumorerkrankungen können Auslöser sein.

Zu den häufigsten Symptomen der Polyneuropathie zählen Taubheitsgefühle, Missempfindungen, wie zum Beispiel Kribbeln, Muskelzucken und -krämpfe und eine gestörte Schmerzwahrnehmung.

„Der Verlauf der Krankheit hängt davon ab, wie rasch die Grunderkrankung diagnostiziert wird und wie weit die Polyneuropathie bereits fortgeschritten ist. Je früher die Nervenschädigung erkannt wird, desto besser ist die Prognose und erste Anzeichen sollten deshalb stets ernst genommen werden“, so Dr. Raoul Eckhardt, Oberarzt an der Klinischen Abteilung für Neurologie am Universitätsklinikum Tulln.

Die Behandlungsmöglichkeiten richten sich nach dem Ergebnis einer ausführlichen Anamnese, der klinischen Untersuchung, des Labors und weiterer spezieller Untersuchungsverfahren der Nerven und Muskulatur. Abhängig von der Ursache der Erkrankung kann sich beispielsweise eine Alkoholabstinenz oder Diabeteseinstellung sowie die Behandlung des Tumors und Physiotherapie positiv auswirken. Mit einer medikamentösen Therapie kann Missempfindungen und Schmerzen entgegengewirkt werden. Ein besonderes Augenmerk soll auch auf ein aktives Leben mit ausreichend Bewegung gelegt werden.

Wenn eine komplette Heilung nicht mehr möglich ist, soll die Patientin bzw. der Patient mittels Schmerztherapie und anderer hilfreicher Verfahren bestmöglich dabei unterstützt werden, mit der Erkrankung zu leben.


Bildtext:
 Dr. Raoul Eckhardt, Oberarzt an der Klinischen Abteilung für Neurologie am Universitätsklinikum Tulln

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DI (FH) Thomas Wallner MA
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